
Hast du schon mal von San Sebastian Cheesecake gehört? Nö? Dann wird es höchste Zeit. Vor allem wenn du Cheesecake per se so liebst wie ich. Bisher war ich ja total Fan vom klassischen New York Cheesecake, aber der San Sebastian.. ich sag’s dir: der ist noch besser.
Entdeckt habe ich den cremigsten aller Cheesecakes auf Instagram. Er ist quasi durch meinen Feed gehuscht. Denn es gibt in Zürich eine Frau, die den Käsekuchen auf Bestellung bäckt und anbietet. So habe ich ihn dann auch zum ersten Mal probiert und oh mann, wie lecker ist der bitte.
Da ich den Cheesecake aber nicht immer in Zürich abholen will und ja auch gerne selber backe, habe ich mich ans Rezept tüfteln gemacht. Denn es kommt auf ein einige Punkte an, damit die cremige Konsistenz gelingt, für die der San Sebastian Cheesecake bekannt ist. Und ja, der soll aussen relativ dunkel sein. Man kennt ihn auch als Burnt Basque Cheesecake. Aussen gut gebräunt, innen absolut cremig.
San Sebastian Cheesecake: das Wichtigste in Kürze
- Cremiger Käsekuchen ohne Boden aus dem Baskenland, Spanien. Auch bekannt als Basque Burnt Cheesecake.
- Dunkle, karamellisierte Oberfläche – kein Fehler, sondern Absicht.
- Kein Boden, nur 6 Zutaten, super einfach zuzubereiten
- Kern nach dem Backen noch wabbelig – das ist richtig so. Danach mindestens 4 Stunden auskühlen, am besten über Nacht.
- Am besten mit einem Löffel essen, pur oder mit Fruchtsosse
Wie gelingt der San Sebastian Cheesecake?
Ein paar Tipps kann ich mitgeben: Zimmertemperatur bei den Zutaten ist wichtig. Sonst bekommt ihr keine homogene Käsekuchenmasse und es bilden sich leichte Klümpchen im Teig. Also unbedingt den Frischkäse, den Rahm und die Eier einige Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.
Der Cheesecake ist zwar super einfach in der Zubereitung, aber genügend Zeit solltest du dir unbedingt einplanen. Denn nach dem Backen benötigt er mindestens vier Stunden (oder besser über Nacht) um komplett auszukühlen. Deshalb und weil ich die Konsistenz aus dem Kühlschrank lieber mag, bereite ich den San Sebastian Cheesecake immer am Vortag zu.
Zudem soll die Käsekuchenmasse nur so lange wie nötig gerührt werden. Es ist nicht das Ziel, Luft in den Teig zu schlagen. Im Gegenteil! Der Baskische Käsekuchen besticht durch seine cremige Konsistenz.




San Sebastian Cheesecake (Baskischer Käsekuchen)
Kochutensilien
- 1 Springform 17 cm
- 1 Backpapier
- 1 Backtrennspray
Zutaten
Baseque Burnt Cheesecake
- 540 gr Frischkäse (Doppelrahm z.B. Philadelphia (Zimmertemperatur))
- 130 gr Zucker
- 25 gr Maisstärke (Maizena)
- 4 Stk Eier (Grösse M (Zimmertemperatur))
- 1/2 Zitrone, Saft
- 2 EL Vanilleextrakt oder Paste (oder Mark einer Vanillestange)
- 3.4 dl Vollrahm ((Zimmertemperatur))
Erdbeersauce
- 500 gr Erdbeeren
- 50 gr Zucker
- 1 EL Zitronensaft
Anleitungen
Cheesecake
- Wichtig: den Frischkäse, die Eier und den Vollrahm einige Stunden bevor du beginnst rausstellen, damit sie Zimmertemperatur haben. Ansonsten entstehen Klümpchen in der Masse.
- Zuerst die Springform (17cm) vorbereiten: Backpapier auf den Boden geben und die Form mit einem Backtrennspray auskleiden. Den Rand mit Backpapierstreifen einkleiden. Durch den Spray haftet das Backpapier schön am Rand. Bei Seite stellen.
- Den Ofen auf 240 Grad Umluft vorheizen.
- Den Frischkässe auf Zimmertemperatur (!) in die Küchenmaschine geben. Ich verwende einen Rührhaken mit Gummischaber. Zusammen mit dem Zucker nur kurz (für 10 Sekunden) vermengen. Ganz wichtig: wir wollen keine Luft in der Masse, deshalb immer nur so kurz wie nötig rühren.
- Die Speisestärke hinzu sieben. Ganz kurz unterrühren.
- Die Eier in eine separaten Schüssel geben und mit einer Gabel etwas vermengen. Wichtig: nicht gross Luft reinschlagen.
- Die Eier zur Masse geben, solange rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
- Den Zitronensaft und den Vanilleextrakt hinzugeben. Langsam vermengen und dabei den Rahm eingiessen. Nur so lange rühren wie nötig.
- Zum Schluss mit einem Gummischaber von Hand die Masse nochmals sauber unterrühren, damit auch am Rand alles vermischt ist.
- In die vorbereitete Springform geben und die Form einige Male auf die Küchenoberfläche fallen lassen, damit überschüssige Luft entweichen kann.
- Bei 240 Grad Umluft für 28 (bis max. 30 Minuten) backen. Die Mitte des Kuchen scheint noch sehr wackelig beim rausholen. Das muss so sein.
- Nun für mindestens 4 Stunden komplett auskühlen lassen, bis ihr den Kuchen anschneidet. Ich mag ihn jedoch noch eine Nacht im Kühlschrank und serviere den Cheesecake cremig kühl.
Erdbeersauce
- Erdbeeren waschen und das Grün wegschneiden, halbieren. Mit dem Zucker in eine Schüssel geben und kurz ziehen lassen.
- Mit einem Stabmixer pürieren und mit etwas Zitronensaft abschmecken.
- Zusammen mit dem Cheesecake servieren. Die Käsekuchenstücke seitlich auf dem Teller platzieren und mit einem Löffel die Füllung genüsslich abstreichen.
Notizen

Du hast Lust auf Cheesecake willst aber nicht so lange warten? Dann findest du hier auf dem Blog noch weitere leckere Rezepte:
- Brombeer Cheesecake Brownies
- Erdbeer Rhabarber Streusel Cheesecake
- Shortbread and Blueberry Cheesecake
- Chocolate Cookie Dough Cheesecake
Cheesecake Rezepte
FAQ San Sebastian Cheesecake
Der San Sebastian Cheesecake ist ein cremiger Käsekuchen ohne Boden aus dem Baskenland in Spanien. Er wird bei sehr hoher Temperatur gebacken, wodurch die Oberfläche dunkel karamellisiert – während das Innere unglaublich weich und cremig bleibt. Bekannt ist er auch unter den Namen Baskischer Käsekuchen oder Basque Burnt Cheesecake.
Der Kuchen wurde in den 1980er-Jahren im Restaurant La Viña in der baskischen Stadt San Sebastián (Spanien) kreiert – daher der Name. Dort heisst er schlicht «Tarta de Queso» und steht bis heute auf der Karte. Über Social Media wurde er weltweit bekannt und hat viele Namen bekommen: Basque Burnt Cheesecake, Baskischer Käsekuchen oder einfach Burnt Cheesecake.
Der klassische Cheesecake – ob New York Style oder deutscher Käsekuchen – hat einen Boden aus Keksen oder Mürbeteig, wird bei niedriger Temperatur gebacken und hat eine helle, glatte Oberfläche. Der San Sebastian Cheesecake dagegen kommt ganz ohne Boden aus, wird bei sehr hoher Hitze gebacken und hat eine bewusst dunkle, karamellisierte Oberfläche. Die Textur ist viel cremiger und erinnert eher an Crème brûlée als an klassischen Käsekuchen.
Cremig, sahnig und leicht karamellig – so lässt er sich am besten beschreiben. Die dunkle Oberfläche gibt ihm eine feine Karamellaromatik, das Innere schmeckt fast wie ein sehr cremiger Vanillepudding. Er ist weniger süss als viele andere Käsekuchen und überzeugt vor allem durch seine einzigartige, fast schmelzende Textur.
Am besten mit einem Löffel – denn der cremige Kern lässt sich fast löffeln. Er wird in Stücke geschnitten und leicht gekühlt oder bei Zimmertemperatur serviert. Wer mag, reicht dazu eine Fruchtsosse aus Beeren oder etwas Schlagrahm. Im Original wird er pur genossen – ganz ohne Topping
Am besten mit einem Löffel – denn der cremige Kern lässt sich fast löffeln. Er wird in Stücke geschnitten und leicht gekühlt oder bei Zimmertemperatur serviert. Wer mag, reicht dazu eine Fruchtsosse aus Beeren oder etwas Schlagrahm. Im Original wird er pur genossen – ganz ohne Topping.
Das Rezept ist für eine 17cm-Springform ausgelegt. Hast du nur eine grössere Form (ca. 24cm), kannst du die Menge auf 12 Portionen umrechnen, um die richtige Füllmenge zu erreichen.
Kalte Zutaten verbinden sich nicht gleichmässig und führen zu Klümpchen in der Masse. Deshalb unbedingt einige Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.
Nein, möglichst kurz und sanft rühren. Ziel ist eine glatte, homogene Masse ohne Luft. Zu viel Luft im Teig beeinträchtigt die typisch cremige Konsistenz.
Das ist kein Fehler, sondern Absicht. Durch die hohe Backtemperatur karamellisiert der Zucker an der Oberfläche und bildet eine leicht gebräunte, aromatische Kruste – während das Innere weich und cremig bleibt.
Mindestens 4 Stunden bei Zimmertemperatur. Noch besser: über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag ist die Konsistenz cremiger und schnittfester – deshalb empfiehlt sich die Vortags-Zubereitung.
Der Kern darf und soll beim Herausnehmen noch leicht wabbelig sein. Mit 28–29 Minuten Backzeit bleibt er cremig-weich, ist aber nach der Kühlzeit schneidbar. Die genaue Zeit hängt immer vom eigenen Backofen ab.
Beides ist möglich. Bei Zimmertemperatur (nach ca. 4 Stunden Auskühlzeit) ist er fluffiger, aus dem Kühlschrank cremiger und kompakter. Das ist Geschmackssache.
Ja, und es wird sogar empfohlen. Über Nacht im Kühlschrank zieht der Kuchen perfekt durch und hat am nächsten Tag die ideale cremige Konsistenz.
Das Mark einer Vanilleschote ist die beste Alternative. Im Notfall funktioniert auch ein Päckchen Vanillezucker – dann etwas weniger normalen Zucker verwenden. Der Geschmack ist aber nicht ganz identisch.












3 Comments
Hallo Nicole,
wie kann ich denn den Vollrahm ersetzen?
LG Nicole
Liebe Nicole, du meinst als pflanzliche Alternative? Da kann ich leider nichts zu sagen, kenne ich mich nicht gut mit aus. Bzw habe es noch nie anders probiert.
Hallo liebe Nicole,
in Deutschland gibt es die Bezeichnung „Vollrahm“ nicht, deshalb die Nachfrage. Aber du hast mir ja via Instagram schon weitergeholfen. Ich habe 2dl Schlagsahne (32%) genommen. Beim nächsten mal nehme ich die angegebene Menge. Er ist suuuuuper lecker!