
Ich liebe Holland! Nicht nur für Ferien, sondern auch kulinarisch. Neben Fritten und Poffertjes gehören auch Pannekoeken dazu. Auch wenn es ein paar holländische Spezialitäten gibt, die ich gerne ausblende, aber die holländischen Pfannkuchen, namens Pannekoeken, die darf ich nie verpassen. Mittelwelle mache ich sie auch gerne zu Hause.
Pannekoeken – die schrägsten Kombinationen
Wenn ihr schon einmal dort wart, kennt ihr diese Restaurants. Grosse Teller. Noch grössere Karten. Pannekoeken-Varianten, die man zweimal lesen muss, weil sie so absurd klingen. Erdnuss mit Sambal, Banane mit Speck oder auch Dönner-Pfannkuchen. Ja, genau so – WTF. Das sind die Varianten, die man zweimal liest, aber vielleicht dann doch bestellt, wenn man besonders mutig ist.
Für mich gehören Pannekoeken fest zu unseren Holland-Ferien. Wir planen sie nicht. Sie passieren einfach. Irgendwo unterwegs. Irgendwann am Nachmittag. Ein Restaurant am Wasser, ein kurzer Blick in die Karte, und ich bestelle doch immer wieder die Variante mit Speck und Apfel. So mutig bin ich dann wohl doch nicht.
Wieso Pannekoeken und nicht Omeletten?
Holländische Pannekoeken sind eine eigene Liga, wi finde. Grösser als alles, was wir aus der Schweiz kennen, und weniger süss als amerikanische Pancakes. Sie sind dünner als Crêpes, aber haben mehr Biss. Genau dieses «Dazwischen» finde ich super. Der Teig ist neutral gehalten, damit sowohl Speck und Käse als auch Apfel und Zimt funktionieren. In Holland sind Pannekoeken kein Dessert, sondern eine komplette Mahlzeit, egal ob am Mittag, am Abend oder irgendwo dazwischen. Und weil die Beläge direkt mitgebacken werden, schmecken sie intensiver und haben diese leicht karamellisierten Ränder, die man sofort erkennt.
Ein kleines How to Wenden ohne Komplikationen gibt es hier:




Pfannkuchen: von Land zu Land unterschiedlich
Vergleicht man die Länder, sieht man schnell, wie unterschiedlich Pfannkuchen gedacht werden:
- Holland: Pannekoeken sind gross, sättigend und kreativ belegt. Oft eine richtige Hauptmahlzeit, gerne auch mal mit schrägen Kombinationen.
- Frankreich: Crêpes sind dünn, fein und eher elegant. Entweder klassisch süss oder als herzhafte Galettes, meist klarer aufgebaut und weniger wild kombiniert.
- USA: Pancakes sind klein, dick und fluffig. Der Teig ist süss, gestapelt wird fast immer, dazu Sirup, Butter, Beeren – typisch Frühstück oder Brunch.
- Schweiz: Omeletten sind schlicht und funktional. Sie werden meistens gefüllt, ob Süss mit Zimt und Zucker, oder herzhaft mit Hackfleisch.
Mittlerweile mache ich die holländischen Pfannkuchen auch gerne zu Hause. Denn wenn etwas so lecker ist, weshalb so lange warten, bis wir wieder in Holland sind. Und natürlich am liebsten meine bewährte Speck-Apfel-Kombination natürlich.
Direkt zum Rezept

Pannekoeken (holländische Pfannkuchen)
Zutaten
- 3 Stk Eier
- 100 g Mehl
- 250 ml Milch
- 1 Prise Salz
- 12 Tranchen Speck
- 1 grosser Apfel (Geschält, geviertelt, geschnitten)
- Majoran
- Butter
- Ahornsirup
Anleitungen
- Zuerst die Eier aufschlagen, Milch einrühren, danach das Mehl hinzugeben und rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. 15 Minuten stehen lasen.
- Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und in Scheiben schneiden. Den Speck in kurze Abschnitte schneiden.
- In eine grossen Bratpfanne etwas Bratbutter geben, 1/4 des Specks und der Äpfel hineinlegen, kurz anbraten. Majoran darüber streuen. Nun 1/4 des Teiges dazugeben. Ca. 2-3 Minuten goldbraun braten auf mittlerer Stufe. Wenden und fertig braten.
- Mit den restlichen Zutaten gleich verfahren.
Notizen







